Songs aufnehmen leicht gemacht von Tonstudio für Frauen

Songs aufnehmen leicht gemacht von Tonstudio für Frauen

Werde zu Deiner eigenen Musikproduzentin

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:00: Ja, wenn das ein gutes Abbild aus der Branche war.

00:00:02: Da muss ich sagen dann ist es eine schöne Branche.

00:00:05: Ich weiß dass es nicht immer so ist aber an diesem Tag war's für mich ein bisschen heile Welt.

00:00:10: Es war wirklich ein schöner Tag Schöne Gespräche, schöne Begegnungen.

00:00:27: Hallo und herzlich willkommen hier.

00:00:28: zu Songs Aufnehmen leicht gemacht Der Podcast vom Tonstudie für Frauen.

00:00:33: Und ich möchte dich heute mit Hintertikulissen nehmen bzw.

00:00:36: nach Köln, dort war ich letzte Woche auf der CO-Pop Convention und wenig dort alles treffen durfte.

00:00:43: und welche Erkenntnisse ich von dort mitgenommen habe – das möchte ich in der heutigen Folge teilen!

00:00:48: Also zunächst mal was ist die CO-POP?

00:00:50: Das ist eine Festivalconvention besteht aus zwei Convention-Tagen, das ist der Donnerstag unter Freitag und eingebettet in einen Rahmenprogramm, eben ein Festival wo ganz viel Musik auch gespielt wird.

00:01:04: Das ging Mittwochabend schon los und das ganze ging bis Sonntag.

00:01:09: Fand dieses Jahr in Köln Ehrenfeld statt.

00:01:12: ich weiß dass es die CO-Pop-Convention schon seit dem Jahr zwei Tausend vier gibt und auch schon woanders stattgefunden hat in Kologne.

00:01:19: Ich kenne jetzt nur das in Ehrenfeld und fand es mega schön.

00:01:23: Und es hatte einen fast schon familiären Charakter, und ist eben ja eine Art Branchen-Treff wo sowohl Artists also Musikerinnen auch ProduzentInnen alle rund um die Musik zusammenkommen wie ich drauf gekommen bin dahin zu gehen war durch meine liebe Kollegin Anke von Easy gemacht.

00:01:43: Die war ziemlich genau vor einem Jahr bei uns im Podcast als Interviewgast, denn Anke ist absolute Expertin rund um das Thema GEMA.

00:01:51: Und ich checke regelmäßig mit meinen KollegInnen ein und frage einfach so nach wie geht's?

00:01:56: Wie stets was gibt es Neues bei euch?

00:01:58: So kam es dass ich eben vor Kurzem mit Anke telefoniert hatte.

00:02:02: Da hat sie mir von der CO-Pop in Köln erzählt und wer da sein würde.

00:02:06: Ich bin erst nicht so begeistert also ... ich will nicht sagen, dass ich introvertiert bin aber Also in mir schreit jetzt nicht alles.

00:02:14: Jehu, endlich viele Menschen.

00:02:18: Das ist für mich schon auch mit viel Energieaufwand verbunden.

00:02:23: Da war ich erst noch so ein bisschen skeptisch und dann hat sie es aber irgendwie schmackhaft gemacht.

00:02:27: Und grundsätzlich arbeiten wir ja gerade hier im Tonschule für Frauen an der Chikademy, also unserem nächsten großen Programm.

00:02:37: Deswegen war die Frage... kann ich mir diese Zeit überhaupt nehmen.

00:02:43: Und ja, so haben Adren und ich dann beschlossen ... dass ich wenigstens für den Donnerstag hingehe.

00:02:49: Ich bin also am Mittwoch angereist.

00:02:51: Von dem bis Sonntag bin ich eben im Donnerstage nur da gewesen.

00:02:55: Bin auch Donnerdagabend wieder zurück nach Hause gefahren.

00:02:58: Allein schon dieser eine Tag war es so unfassbar reich an wunderschönen Begegnungen, Erkenntnissen.

00:03:06: Ähm... Wenn ich mir das vorstelle, wenn ich es bis Sonntag gehabt hätte.

00:03:10: Wow!

00:03:11: Das heißt in mir ist jetzt der Wunsch dass ich nächstes Jahr auf jeden Fall gerne die vier Tage dort hingehen möchte.

00:03:16: also war wunderschön.

00:03:18: und ja ich möchte dir heute eben von diesem einen Tag erzählen und zwar mal das nicht meine erste Convention.

00:03:24: Ich war auch schon Mal In Berlin Auf der Republikan.

00:03:27: Deswegen habe ich so ein bisschen vergleich wie sowas ablaufen kann Und Ja fand es eben wundeschön familiär generell sehr, sehr gut strukturiert.

00:03:38: Wobei natürlich ein Grundproblem von solchen Veranstaltungen immer bleibt dass man einfach nicht alle Themen anschauen kann.

00:03:44: es gab einfach unglaublich viele Vorträge Panels Talkrunden Und viele davon natürlich parallel.

00:03:53: D.h.,

00:03:54: man musste schweren Herzens eine Entscheidung treffen, was schaue ich mir jetzt an?

00:03:57: Dazu habe auch unsere Teilnehmerinnen gefragt, was interessiert euch am meisten von den Themen?

00:04:04: und somit wurde mit die Entscheidungen abgenommen.

00:04:06: Ich bin dann also jeweils zu der Veranstaltung, die am meisten zur Urzeit nachgefragt wurde wo am meisten Interesse für unsere ProduzentInnen eben da war.

00:04:17: Und morgens war die Entscheidung ganz einfach, denn das Ganze hat begonnen mit einem Opening.

00:04:24: Das ging von zehn bis zwölf Uhr also auch eine angenehme Zeit.

00:04:27: Falls du mir jetzt hier gerade zuguckst wirst du es vielleicht sehen dass ich ablesen muss.

00:04:31: Das hieß Schnacken mit der Initiative Musik und der GVL.

00:04:35: Die beiden sind die größten Förderer wenn ich richtig verstanden habe von der CO-Prop Convention.

00:04:41: Das Ganze sah so aus, es gibt generell dort eben in Ehrenfeld also wie ich jetzt als Laie, als Außenstehende nicht von da kommende Personen beschreiben würde das waren so wie ganz viele Backsteinhäuser und gegenüber mehrere Straßen und war so wie eine hat einen gemeinsamen Hinterhof gehabt und in diesem Hinterhof Es war wie eine Art Biergarten auch, bloß halt eben nicht an diesem Tag.

00:05:06: Sondern es war so der Treffpunkt wo man immer wieder zusammengekommen ist – das war für mich irgendwie ein bisschen der zentrale Ort und der Biergatten hatte aber auch ein richtiges Café-Restaurant des Herbrands.

00:05:20: und dort fand dieses Schnacken statt.

00:05:21: also ein ganz sanfter netter Einstieg, es war eher gedacht zum Netzwerken Und dort gab es auch Frühstück, sehr lecker belegte Brötchen oder Smoothies.

00:05:30: Ich hatte schon gefrühstückt deswegen kam das für mich nicht mehr in Frage aber ich habe einen leckeren Kaffee noch dort gedrunken und dann hab' ich mich einfach so zu Leuten gesetzt und irgendwie waren wir dann ziemlich schnell eine Gruppe geworden und das war schon sehr schön!

00:05:44: Weil das sagt auch viel über den Vibeaus, wenn man sehr schnell Kontakte knüpft.

00:05:48: Also ein sehr angenehmer Vibe.

00:05:50: Ich hab mit ganz tollen Menschen sprechen dürfen rechts und links von mir zum Teil Artists, zum Teil aber eben auch ... andere Menschen aus der Branche, Journalisten.

00:06:00: Menschen die Versicherungen haben für Audio-Equipment zum Beispiel habe ich mir auch noch nie Gedanken drüber gemacht.

00:06:07: ja und da ich ja über die Anke überhaupt auf diese COpop aufmerksam geworden bin hab ich dann so irgendwann mal gefragt wo bist denn du eigentlich?

00:06:14: Und sie habe mich dann in diesem Hinterhof getroffen mit ihrem Team und das war natürlich super schön denn ich kenne so viele mittlerweile eben online habe Anke aber auch noch nie in echt getroffen.

00:06:28: Also war eine sehr herzliche Begegnung, auch gleich mit ihrem Team und dann hat Anke mich kurzerhand ohne Vorwarnungen auch gleich zu dem Interview verpflichtet.

00:06:36: das war auch sehr süß und so plätscherte die Zeit dahin.

00:06:40: und dann waren halt diese zwei Stunden schnacken auch wirklich schnell rum.

00:06:44: wir hatten uns dann strategisch noch ein bisschen aufgestellt eben weil wir wussten keiner von uns kann an allen Panels teilnehmen was ist jeder von uns oder jedem von uns wichtig.

00:06:54: Und so sind dann wir wieder unserer Wege gegangen und hatten uns aber eben im Laufe des Tages immer wieder auf diesem Hinterhof getroffen.

00:07:02: Und das fand ich wunderschön, also Wetter hat auch gepasst muss natürlich auch dazu passen.

00:07:07: Gott sei Dank!

00:07:09: So kam es dass sich zum ersten Panel ging Das war dann glaube ich zwölf Uhr gleich und zwar Wohnsthema von unseren Teilnehmerinnen das Thema Musik Streaming die neuesten Entwicklungen und Änderungen, die du kennen solltest.

00:07:24: Ja also Thema Musik Streaming ich will jetzt hier die Laune nicht dämpfen sind vielleicht auch Themen mit denen du dich als Musikerin schon beschäftigen dürftest oder hast oder musstest Und falls nicht ist es für dich interessant.

00:07:38: Es ist so wie bei jedem Markt es gibt Angebot und Nachfrage.

00:07:42: Die Nachfrage nach gestreamter Musik dominiert einfach.

00:07:46: im Moment noch Oder vielleicht auch immer soweit was noch Neueres gibt, dominiert einfach.

00:07:54: Also diese Nachfrage nach gestreamter Musik überwiegt bei Weithem über CDs oder anderen Tonträgern.

00:08:03: das heißt als Artist kommt man eigentlich an dem Streamingmarkt kaum vorbei und wie auf jeden Markt ist es so.

00:08:10: Es gibt ja also es gibt eine Nachfragen nach gestrimmter Musik Und jetzt gibt's an Bieter dieser Musik.

00:08:18: nur dass Diejenigen die Musik anbieten, nicht diejenigen sind die Musik machen.

00:08:23: Und das Unfaire und Verzerrte am Musikstreaming ist, dass die Macht derjenigen die die Musik bieten ausschließlich in den Händen der Streamer liegt oder überhaupt gar nicht in Hand derer die Musik erstellen.

00:08:37: Auf diesem Panel waren glaube ich vier Sprecherinnen.

00:08:43: Ich glaube es war Christopher Annen, der besonders auf dieses Ungleichgewicht hingewiesen hat was leider sehr vielen KonsumentInnen sehr egal ist.

00:08:52: Und dann bleibt natürlich die Frage aus Artists Sicht, wie gehe ich jetzt damit um?

00:08:56: Dass sich einerseits also diese Imbalance einerseits möchte und muss sich eigentlich fast auf diesen Plattformen stattfinden.

00:09:01: andererseits habe ich gar keine Macht darüber zu entscheiden, wieder die Konditionen sind und ihre Regeln sind oder wie ich eigentlich vergütet werde.

00:09:10: In diesem Panel in diesem Talk wurde ein großes Augenmerk darauf gelegt dass die Musikbranche Generell die kreative Branche, also Branche für Entertainment.

00:09:22: Da fließen ja unfassbar viele Gelder.

00:09:24: Menschen, geben sehr viel Geld aus um Kunst zu konsumieren und in Form von Musik, Filme, Serien.

00:09:32: Dieses Geld fließt aber eben nicht zu denjenigen, die Musik machen oder nicht hauptsächlich oder nur zu einem ganz kleinen Bruchteil sondern eben zu den Streaming-Anbietern.

00:09:43: Und was jetzt?

00:09:46: noch mehr hinzukommt, was sich in den letzten Jahren schon ein bisschen entwickelt hat.

00:09:50: Aber was jetzt hinzuk kommt um mal eine Zahl zu nennen im Moment fließen zwei bis drei Prozent der Vergütung also das was diese Streaming-Anbieter eben den Artists zurückgeben.

00:10:02: Zwei bis drei prozent dieser Gelder fließen aktuell an nicht menschliche Artists, also KI generierte Musik.

00:10:08: Ich finde jetzt die Zahlen ein bisschen klein, weil ich ... Das ist eine verzerrte Wahrnehmung vielleicht.

00:10:12: Ich weiß nur das auf Instagram YouTube sehr viel in Werbung und so unfassbar viel K.I.-Musik gespielt wird.

00:10:20: Ich hör das ziemlich schnell raus noch.

00:10:22: Ich weiss, dass Menschen auch im näheren Umfeld völlig unreflektiert K. I. Musik hören.

00:10:28: Interessiert nicht wirklich, ob's einen Mensch gemacht hat oder nicht?

00:10:31: Es fließ also Geld an diese

00:10:32: K.E.,

00:10:34: produzierte Musik.

00:10:35: Wobei allerdings?

00:10:36: diese KI-produzierte Musik basiert auch wieder auf den Werken von Menschen, die die irgendwann mal erstellt haben.

00:10:43: Die nicht vergütet werden.

00:10:44: und so ging die Diskussion eigentlich hauptsächlich darum.

00:10:47: dann nunmal die Verantwortung für diese Ungerechtigkeit, diese ungleiche Machtverteilung in dem Musikstreamingmarkt.

00:10:55: Diese Verantwortung kann man weder den Artists geben weil sie haben einfach gar keine Macht oder Verantwortung, weil sie in dieser Zwickmühle sind.

00:11:01: Sie müssen da auch stattfinden.

00:11:03: Man kann sie auch nicht in Konsumenten entgeben, denn Menschen wollen unterhalten werden und nicht jeder hat den Luxus in ihrem Alltag sich überhaupt.

00:11:14: tiefer damit auseinanderzusetzen, was das für die Artist zum Beispiel bedeutet.

00:11:18: Also es ist ein bisschen viel verlangt jetzt zu sagen alle Menschen, alle Menschen die Musik konsumieren müssen dann ganz bewusst entscheiden wer dieses Geld bekommen soll, was eben an die Streamingdienste fließt.

00:11:29: So war eben ziemlich einheitlich die Forderung auf dem Panel von den jeweiligen SprecherInnen dass die Politik dieser Verantwortung mehr nachkommen sollte denn es gibt da im Moment eine ganz unsichere Rechtslage auch.

00:11:41: Es ist zum Beispiel gar nicht klar wenn jetzt ein Song mit KI hergestellt wurde, der sehr nah an einem Song von einem Artist.

00:11:48: Ein menschlichen Artist ist.

00:11:50: Gibt es einfach noch nicht genug Urteile um das Ohrheberrecht zum Beispiel richtig gut durchzusetzen?

00:11:56: Es gibt Methoden um zb bei den ganzen Vergütungssystemen von GMA und GVL rauszufiltern wenn Sachen von KI erstellt wurden, dass sie dann eben anteilig nicht bezahlt werden oder weniger bezahlt.

00:12:10: Allerdings kommen die eigentlich vom Erkennen her, von der Software her und von der Technik her gar nicht hinterher weil auch KI natürlich immer menschlicher wird oder immer natürlicher klingt?

00:12:20: Ja also was soll ich sagen!

00:12:21: Ich kann leider nicht sagen juhu Musikstreaming, zwanzig sechsundzwanzig alles wird toll.

00:12:28: Es war eine sehr differenzierte Diskussion.

00:12:30: Zu Recht, es bewegt sich unheimlich viel.

00:12:32: Ich denke das merken wir allen in allen Lebensbereichen und dann kommen neue Themen auf.

00:12:37: mit denen dürfen wir uns auseinandersetzen.

00:12:39: um jetzt mal ein bisschen ein paar lösungsorientierte Gedanken mit reinzubringen.

00:12:42: Das fand ich nämlich auch ganz schön.

00:12:44: als Artist hast du folgende Möglichkeiten wie gesagt einerseits kannst du es dir fast nicht leisten nicht auf den Plattformen stattzufinden.

00:12:52: Es gab zum Beispiel auch mal so ne Welle dass sowohl KonsumentInnen als auch Artists gesagt haben, ich boykutiere Spotify zum Beispiel.

00:13:00: Ich möchte da nicht mehr stattfinden z.B.

00:13:02: aus politischen Gründen was sie mit den Geldern zum Beispiel entscheiden zu machen.

00:13:07: aber wie gesagt es ist wirklich schwierig dort nicht stattzufinden.

00:13:11: wenn man dort nicht ist findet man halt häufig nicht statt weil nun mal sehr viele Menschen Spotify nutzen.

00:13:17: Aber es gibt Alternativen und das fand ich in den schönen Gedanken.

00:13:21: Es gibt Plattformen wie Steady, eine deutsche Plattform oder Patreon ist das equivalent aus Amerika wo man sich selber seine Community einrichten kann ja und denen zum Beispiel Zugriff auf die Songs geben kann.

00:13:35: auf die Musik auf behind the scenes ja wo man viel direkter mit den Menschen im Austausch ist und nicht auf die Algorithmen sowohl von den Streaming-Plattformen oder auch Social Media angewiesen ist.

00:13:47: Das ist ein Takeaway, falls du Artist bist oder eben auch deine Musik schon produziert was ja super ist weil dann gehören dir die Rechte an deiner Musik und damit du dann wieder mehr Macht zurückholst was mit der Musik passiert wäre damit Geld verdient fand ich das einen guten Gedanken sich vielleicht so alternative Wege vielleicht auch zusätzlich zu holen wie man diejenigen, die deine Musik hören und denen du richtig gut damit tust.

00:14:15: Wie du sie viel näher erreichen kannst als über eine Streaming-Plattform.

00:14:19: Geht natürlich auch über den Newsletter.

00:14:22: Schau da einfach was für dich passend ist!

00:14:25: Das ist so mein Haupttake away von diesem ersten Panel.

00:14:29: Da bin ich direkt weitergehüpft ins nächste Panel.

00:14:32: Auch das war wieder ein Wunsch von unserer Community.

00:14:34: Und zwar hieß es Deal or No Deal im Musikbusiness besser verhandeln.

00:14:39: Auch da saßen wieder vier Menschen aus der Branche.

00:14:42: Und den Einstieg in diesen Talk erfolgte, also da war ein Musiker Elguni ... Der hat einen Video veröffentlicht, was sehr viele Aufrufe auch hatte mit dem Titel Ich Weiß Nicht Mehr Weiter wo er die Musikbranche für genau die Dinge kritisiert hat, die ich gerade angesprochen habe.

00:14:57: und das war ja grade nur reduziert auf Musikstreaming.

00:15:00: Also da brauchen wir nicht mal die Frage stellen beim Streaming Deal or No Deal?

00:15:03: Da gibt's nichts zu verhandeln.

00:15:04: du akzeptierst es oder du lässt es?

00:15:06: Deal Or No Deal!

00:15:07: Wo hast Du denn noch die Möglichkeit überhaupt ein Deal zu verhandeln.

00:15:11: Und es ging eben bei diesem Panel hauptsächlich um die ganze Live-Veranstaltungspranche, denn auch dort entsteht ein immer größeres Ungleichgewicht und zwar gibt es sehr große Player, die mittlerweile nicht nur die Ticketingssysteme haben sondern auch die Venues also die Veranstaltungsorte da sowieso Monopol draufhaben.

00:15:31: das heißt du kannst nicht mehr einfach sagen ich möchte jetzt... Ich brauche eine Halle, möchte auftreten dort möchte ich auftreiten wer hier wie viel einnimmt sondern das ganze ist eben gekoppelt dann auch noch einen ticketing system und eben mit auch market player die unfassbar viel macht haben weltweit.

00:15:49: also das wird immer größer.

00:15:51: dieses phänomen.

00:15:52: also sie kaufen einfach auf sehr vieles ein ja so dass da auch nicht mehr viel verhandlungsspielraum bleibt und da wurden konkrete themen angesprochen.

00:15:59: deshalb ging auch zum teiljahr durch die presse es gibt ja auch immer mehr Artists, sie ihre Touren nicht mehr machen können weil sie sonst bei sie sogar drauf zahlen müssten.

00:16:08: Ich erinnere mich es war mindestens ein Konzert von Yvonne Catterfeld zum Beispiel was einfach wo sie offen gesagt hat Leute ich werde da nicht auftreten oder den Teil der Tour nicht machen weil sich das einfach nicht rentiert und Das liegt nicht unbedingt an schlechten Ticket verkaufen.

00:16:23: Also einer der Sprecher hat einen Beispiel genannt, dass zum Beispiel ein kleiner Club mit dreihundert Leuten Kapazität selbst wenn er ausverkauft ist nicht mehr rentabel ist.

00:16:34: Also wir haben jetzt einerseits dieses große Thema das da auch wieder so eine Riesenmarkt macht entsteht in Richtung Monopol und es ist einem Problem.

00:16:41: Das andere Problem sind durch Corona oder seit den Coronajahren steigende Kosten kennen wir alle also sowohl für Getränke auf Personal für die Venues.

00:16:52: Also alles kostet irgendwie mehr und das heißt, um sich so eine Location zu mieten, um dann Veranstaltung machen zu können hat man einfach so viel kosten dass es sich am Ende nicht rentiert selbst wenn man eben alle Tickets verkauft.

00:17:06: und ich weiß nicht wie es hier geht.

00:17:08: Ich gehe auf immer weniger Veranstaltungen weil's einfach... Auch eine Preisfrage ist im Sinne von, es ist eigentlich auch über hundert Euro für einen Konzert zum Beispiel.

00:17:16: Ich komm da einfach aus einer anderen Zeit.

00:17:18: Ich weiß noch, ich hab mal ein Jay-Z-Konzert nicht besucht weil ich keine sechzig Euro damals hatte.

00:17:22: So mal zur Relation.

00:17:23: also ich weiß dass es Inflationen gibt aber die Preise sind einfach unfassbar stark gestiegen.

00:17:27: das heißt es ist auch nicht selbstverständlich das Ausverkauftes weil sich viele Menschen eben nicht leisten können.

00:17:32: Auch hier gab es zum Beispiel die Forderung nach einer politischen Lösung und zwar in der Form, dass man eben das viele, viele, viel Geld was in Streamingdienste fließt.

00:17:42: Was da auch bleibt und nicht den Artist so gut kommt, dass davon noch eine Art Steuer- oder Abgabe nimmt um solche Live-Events zu fördern.

00:17:51: Denn das hat ja im ganzen großen Gesamten sehr viel mit Kultur zu tun, also auch damit uns als Gesellschaft.

00:18:00: Wie möchten wir als Gesellschaft leben?

00:18:02: Wo darf Kunst überhaupt noch stattfinden?

00:18:03: Warum ist es eigentlich so dass wir uns die nicht mehr leisten können?

00:18:07: Also das waren spannende Gedanken und was ich richtig gut fand ist die Nina Graf eine Musikerin Künstlername Miu hat Ja, Klartext gesprochen und hat einfach betont als Musiker in, Produzentin.

00:18:23: Darf man sich ganz, ganz früh die Frage stellen bei aller Leidenschaft und Liebe für die Musik?

00:18:28: Darf Man wirklich wie ein Unternehmer, Unternehmerinnen denken lernen also sein ja seine Musik auch als Business zu begreifen Und zu gucken.

00:18:37: was rentiert sich?

00:18:37: für mich zum Beispiel rentiert Sich diese Tour also rennt hier rentierte sich Ganz konkret Rentiert sich diese Albumproduktion in die ich was ist das ich, wieviel Tausend Euro stecke für ProduzentInnen und Musikerinnen?

00:18:50: Rentiert sich das.

00:18:50: Wer kauft es dann?

00:18:52: Also dass man sich auch nicht irgendwie von Förderung zu Förderungen hangeln muss sondern dass man wirklich gucken darf womit also mit welchem Teil meiner Musik verdiene ich das meiste Geld und worin investiere ich meine Zeit?

00:19:03: Was zahlt sich für mich am meisten aus?

00:19:06: Damit ist jetzt nicht gemeint, dass man als Artist verkaufen soll.

00:19:10: aber man darf natürlich bedenken, dass niemanden gedient ist wenn du die selber ausbeutest vor lauter Liebe an der Kunst und das du eben auch lernen darfst, dass deine Musik einen Wert hat.

00:19:22: Also um nochmal den Kreis zu schließen im Thema Musikbusiness und dort besser zu verhandeln sei dir deines Wertes bewusst, sei dir dessen bewusst was deine Musik wert ist wie viel Arbeit du da reingesteckt hast, wieviel eben auch zu dir zurück fließen darf Und dementsprechend darfst du eben auch Lernen zu verhandeln und nicht alles zu akzeptieren.

00:19:41: Weil das hat sich auch so ein bisschen durch diesen Talk gezogen, dass sehr viele Menschen sehr unerfahren sind.

00:19:46: Das wird ausgenutzt!

00:19:48: Da wurde noch verwiesen auf einen Tool was es beim Pro-Musikverband gibt.

00:19:54: Und zwar heißt es Gagenkalkulator glaube ich.

00:19:57: Wo man zum Beispiel ganz konkret berechnen lassen kann wie viel Gage darf ich für dieses oder jenes Event verlangen?

00:20:03: Also auch sehr, sehr spannend.

00:20:05: Aber auch hier natürlich eine Diskussion die sich lohnt zu führen und eben auch lohnt sich gewisse Gedanken zu machen.

00:20:12: wie stelle ich mich eben auch als MusikerInnen, ProduzentInnen auf welche Dinge fallen mir vielleicht sonst noch einen?

00:20:17: was ich mit meiner Musik machen könnte und wie ich dafür sorgen kann, dass auch etwas wieder zu mir zurückfließt.

00:20:23: So genauso wie jetzt hier wahrscheinlich die schon ein bisschen überfrachtet habe mit Themen so ging es mir dann auch also das war unglaublich viel Input und stellte ja auch vor zwischendrin ne?

00:20:32: Dann hab' ich auch noch ein paar Leute so gesehen Ich arbeite ja auch schon jetzt eine Weile in der Musikbranche, die ich dann eben gesehen habe und kurz hallo gesagt hab.

00:20:41: Also es war sehr, sehr aufregend!

00:20:43: Und dann war's tatsächlich Zeit für ne Mittagspause.

00:20:46: also das war jetzt dann schon irgendwie vierzehn, vierzehnt, dreißig und das Schöne war auch hier wurde ich bestens versorgt Dank meines Netzwerks, und zwar in diesem Fall von Reservix.

00:20:58: Die hatten ein Eat Meat and Greet das hat mir sehr zugesagt und ich war da eingeladen und dann sind wir eben dorthin gegangen haben dort wunderschön gegessen.

00:21:07: Wetter war schön also war eine echt wichtige Pause.

00:21:10: auch so ein bisschen raus aus diesen Panel Settings bisschen an die frische Luft Und genau, dort habe ich auch noch ein wunderschönes Gespräch.

00:21:19: Auch da habe ich eine Einladung ausgesprochen in unseren Podcasts zu kommen an Reservix weil sie natürlich das ganze Thema Liveauftritte begleiten was natürlich auch super interessant für unsere Musikerinnen ist.

00:21:30: So und dann bin ich frisch gestärkt Zu meinem letzten Panel an dem Tag gegangen und zwar hieß das panel Art Cash and Security.

00:21:42: Also das war jetzt auf Englisch, ich sage auch gleich warum.

00:21:44: Basic Income and the Future of Artistic Work.

00:21:47: Das war auf englisch weil... Ich weiß nicht ob du es wusstest?

00:21:50: Ich habe auch glaube ich im Podcast noch nicht darüber gesprochen.

00:21:53: Es ging vor ein paar Wochen oder Monaten durch die Presse und zwar hatte Irland einen bedingungsloses Grundeinkommen für Artists eingeführt.

00:22:02: Und zwar zunächst auf Projektbasis.

00:22:05: also man wollte das einfach erforschen.

00:22:07: Das ging drei Jahre lang Und die Ministerin, die das eingeführt hatte war eben bei dem Panel dabei.

00:22:12: Deswegen war das Panel auf Englisch.

00:22:14: Mit ihr war noch eine Künstlerin aus Frankreich.

00:22:17: In Frankreich gibt es ein ähnliches Modell.

00:22:19: also dass ist nicht ein bedingungsloses Grundeinkommen sondern in Frankreich ist es eher für die Zeiten was super interessant ist falls du eben zum Beispiel eine Albumproduktion planst.

00:22:29: Also für genau die Zeiten wo man gerade nichts verkauft Sondern wo man kreiert Wo man Kunst kreieren Ein Musikalbum schreibt, produziert also dieser ganze Teil um das gut zu überbrücken.

00:22:41: Dafür gibt es Förderungen in Frankreich.

00:22:43: und was konnte die irische Ministerin berichten aus diesen drei Jahren in dem in denen das eben projektmäßig oder pilotmäßig erforscht wurde?

00:22:51: Für jeden eingesetzten Euro kamen ein euro thirty-eight Flossen sozusagen zurück.

00:22:56: Das heißt es hat sich sogar gelohnt in Form von wenn die MusikerInnen mehr Geld zum Leben haben, dann konsumieren sie auch mehr und können auch mehr Steuern zahlen.

00:23:06: Was war eben der auch schöne Nebeneffekt?

00:23:09: Die Artists hatten weniger Angststörungen, weniger Zweifel an der Zukunft als es ging ja konkret um Existenzängste.

00:23:17: ganz oft also deswegen auch Basis ein oder Grundeinkommen Ja weil's einfach wichtig ist dass sich um ihre Grundversorgung nicht Sorgen machen sollten.

00:23:26: die Artist konnten außerdem andere Jobs Absagen oder einfach nein sagen, die einfach auch gar nichts mit Kunst zu tun hatten.

00:23:33: Also da geht es ja auch schnell um Ausbeutung weil sie in anderen Jobs ja gar nicht so qualifiziert sind.

00:23:37: das heißt Das sind dann eher so Mini-Jobs.

00:23:40: zu Mindestlöhnen Apropos Mindestlohn Die Höhe dieses Grundeinkommens hatte sich also war dreihundertzwanzig Euro pro Woche und das hat sich orientiert an dem Mindest Mindest Lohn.

00:23:55: ich glaube Sie hat gesagt zehn Euro Ich glaube das war eben vor drei Jahren Zehn Euro die Stunde.

00:24:00: Eben pro Woche, ah, zweiunddreißig Stunden sozusagen.

00:24:03: So wurde das berechnet.

00:24:05: Bewerben auf dieses Grundeinkommen konnten sich grundsätzlich alle, die irgendwie kreative Werke erstellen.

00:24:10: Man musste eben nachweisen dass man kreativen Output hat in Form von Veröffentlichungen und dass man damit eben auch schon Geld verdient hat.

00:24:19: Und dieses Projekt war eben so erfolgreich, weil es sich eben auch rentiert.

00:24:22: das das jetzt fest eingeführt wurde Es ist permanent wird jetzt auch weiter getragen von dem jetzigen Minister und ich fand einen schönen Satz den sie noch gesagt hatte Kunst hat ja auch was mit der Identität eines Landes zu tun und da zog man ein bisschen.

00:24:36: also ich jedenfalls mir ging's so als Deutsche so ein bisschen kurz zusammen.

00:24:39: aber wenn ich das mal weiter denke unsere Identität als Deutsche heute, also die Gesellschaft, die wir heute sind mit all ihrer Vielfalt.

00:24:46: Ja dann ist das identitätsstiftend wenn eben alle Menschen und dazu gehören vor allen Dingen auch ganz viele Frauen ja wofür wir hier auch da sind dass eben auch Musikerinnen ihre Musik endlich teilen können weil das eben die Identität eines ganzen Landes abbildet.

00:25:01: und auch hier war es eben wieder so schöner Gedanke schön zu hören.

00:25:05: Was kann ich aber jetzt tun als Artist?

00:25:08: Und da kann nicht viel tun, es sei denn ich engagiere mich persönlich in der Politik und sorge dafür dass das irgendwie irgendwann hier auch Realität wird.

00:25:15: Jetzt ist aber so jetzt bin ich ja schon Artist!

00:25:17: Das ist ja auch schon eine Beschäftigung... ...und es ist nicht allen Artists jetzt möglich auch noch sich in der Politik so zu engagieren, dass man das auch hier durchsetzen kann.

00:25:26: Da kommt jetzt ein wichtiger Player ins Spiel.

00:25:30: Und zwar der Pro-Musikverband, der sich eben genau diesen politischen Themen widmet um da einfach mit den Mitgliedern im Hintergrund eine Stimme abbilden zu können.

00:25:40: Eine Stimme von, in dem Fall eben Musikerinnen oder Menschen aus der Musikbranche die zum Beispiel sich sowas hier in Deutschland wünschen.

00:25:48: Vom Pro-Musikverband habe ich die Liebe Ella Rova kennengelernt, Geschäftsführerin.

00:25:53: Ich glaube auch Mitgründerin oder Gründerin sogar vom Pro Musikverband.

00:25:57: Die wird auch in ein paar Wochen, Monaten hier bei uns im Podcast sein.

00:26:02: Die dürfte ich da eben auch kennenlernen und da werden wir diese ganzen Themen auch nochmal ausführlich besprechen denn... ...ich hab mir da ehrlich gesagt selber noch nie so viel Gedanken drüber gemacht und ich glaube es ist auf jeden Fall ein Gedanken Wert, inwieweit möchte ich eben auch als Artist politische Verantwortung übernehmen.

00:26:18: Nicht nur für mich sondern für die anderen Artists und eben auch dafür welche Musik hier stattfinden darf und wer hier von Musik leben darf.

00:26:26: also dieses Thema werde ich sozusagen noch weiterverfolgen in einem separaten Interview.

00:26:32: dann war eben meine Zeit schon so zu sagen um.

00:26:34: ich war da noch bei einem kleinen networking event.

00:26:38: Das war dann auch noch mal draußen und das war schön.

00:26:40: Und dann habe ich auch wieder nochmal neue Leute kennengelernt, auch viele Einladungen in den Podcast ausgesprochen.

00:26:46: Ich hab Milan endlich gesehen die war ja hier auch schon zu Gast.

00:26:50: Produzentin Self-Producing Artist und eben auch viel mehr Producerpreisgewinnerinnen.

00:26:56: also war unglaublich schön sie endlich mal live zu sehen.

00:27:00: wie gesagt das war jetzt viel mehr als ich eigentlich alles erzählen wollte.

00:27:04: Ich kann natürlich gar nicht alles erzähln, was ich erlebt hab, weil es war ein ganzer Tag.

00:27:07: Er war superintensiv und die Stimmung war schön.

00:27:11: Also vielleicht magst du nächstes Jahr auf die CO-Pop kommen?

00:27:15: Und wir sehen uns dort dann vor Ort ... Wie gesagt, ich plane nächstes Jahre definitiv mehr Tage zu gehen als einen, aber der eine war eben schon so reich!

00:27:25: Ja, und die Themen beschäftigen mich immer noch.

00:27:27: Es ist jetzt ne gute Woche her Die wirken in mir nach und die nehme ich einfach mit.

00:27:32: Und ich fand das sehr, sehr wertvoll.

00:27:35: Ich fand es eben auch sehr schön all die tollen Menschen kennenzulernen aus der Branche.

00:27:41: Wenn das ein gutes Abbild war, dann ist es eine schöne Branche!

00:27:46: Ich weiß dass es nicht immer so ist aber an diesem Tag war's für mich ein bisschen heile Welt.

00:27:51: Es war wirklich ein schöner Tag.

00:27:53: Schöne Gespräche, schöne Begegnungen.

00:27:55: Falls du Musikerin bist noch nicht deine Musik selber produziert.

00:27:59: Dann ist die Fähigkeit, deine Songs produzieren zu können auf jeden Fall ein ganz wertvoller Beitrag zur Frage Deal or No Deal und zu deiner Verhandlungsmacht und auch zu dem Punkt wie viel Geld bleibt am Ende des Tages von deinen Veröffentlichungen und deinen Auftritten wirklich auch bei dir?

00:28:16: Und wenn du vielleicht schon mit dem Gedanken gespielt hast oder es dir noch nicht mal zutraust diesen Gedanken zu denken dass so deine eigene Musikproduzentin werden könntest, dann schau sehr gerne in die Shownotes.

00:28:26: Dort findest du ein Videotraining von uns wo wir die wichtigsten Zutaten mit dir teilen die du brauchst um deine Songs selber produzieren zu können und vielleicht regt das in dir auch den anderen Gedanken an und vielleicht macht es für dich ein bisschen greifbarer lässt es dir möglicher erscheinen, dass du zumindest diesen Teil deiner Songs, deiner Veröffentlichungen, deine Werke eben auch mit in die Hand nimmst.

00:28:47: In jedem Fall egal wo du gerade stehst auf deiner Reise danke ich dir fürs Zuhören wie immer und freue mich wenn du nächste Woche wieder hier einschaltest.

00:28:53: bei Sons Aufnehmen leicht gemacht!

00:28:55: Bis dahin dein größter Fan Anna.